Landschaftserlebnis im Waldlabor Köln

14.05.2019
Blick auf Bäume mit großem Ausschnitt Urheberrecht: W.-J. Beeren

Studierende gestalten in der Waldlaborwerkstatt die Architektur eines neuen Waldtyps

 

Schneiden und Flechten, Auslichten und Verdichten, Schälen und Schnitzen – um solche Interventionen geht es in einem Workshop vom 21. bis 25. Mai 2019 im Kölner Waldlabor. Veranstaltet wird der Workshop vom Lehrstuhl für Landschaftsarchitektur und vom Lehrstuhl für künstlerische Gestaltung der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen. Studierende verschiedener Hochschulen nehmen daran teil.

Mit der Fragestellung „how to make the urban forest a public space“ knüpft die diesjährige Waldwerkstatt thematisch an die Tagung European Forum on Urban Forestry an. Wie lassen sich Bedingungen für einen öffentlichen Raum wie das Waldlabor Köln mit den individuellen und spezifischen Bedürfnissen der Besucher und Nutzer in Einklang bringen: Gesucht sind neue - sichtbare und gedankliche – Perspektiven, Achsen und Bezüge.

Sichtbare ästhetische Eingriffe in den Bestand von Kirschen und Birken, Paulownienhainen, Ulmenplantagen und die weiteren Gegebenheiten vor Ort sind auf radikale oder minimalinvasive Art möglich. In der Wechselwirkung von ökologischen, ökonomischen und kulturellen Aspekten kann der Wald als Lebensraum und Wohnzimmer, als abstraktes Areal oder als Skulptur gesehen und bearbeitet werden. Durch Interventionen im Bestand entstehen neue landschaftsarchitektonische Räume und Perspektiven, die die Vielschichtigkeit der Thematik sichtbar machen.

Nach 2018 veranstaltet die RWTH Aachen den Waldlaborworkshop zum dritten Mal. Neben deren Studierenden nehmen auch Akademikerinnen und Akademiker der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen, der Technischen Universität München, des Ecole Nationale Supérieure d'Architecture de Paris La Villette und der Alanus Hochschule Alfter teil. Die Studenten errichten die Waldwerkstatt vor Ort, in der sie unter einfachsten Bedingungen fünf Tage leben, arbeiten und diskutieren. Unterstützt wird die Aktion von Toyota und der Stadt Köln.

Bei dem Presserundgang am 24. Mai um 14:30 Uhr, präsentieren Professor Dr. Frank Lohrberg und die Studierenden ihre während des Workshops gefundenen Gestaltungsformen des Wandelwalds.

Alle Interessierten haben die Möglichkeit tagsüber, die Arbeiten im Waldlabor während der vier Tage zu verfolgen.