Ausblick: Landschaftswandel

 

Ein neues Besucherzentrum am Tagebau Garzweiler

Panoramablick über den Tagebau Garzweiler Urheberrecht: LS Landschaftsarchitektur

Ein Besucherzentrum mit Aussichtspunkt in der Nähe des letzten Abbaubereichs des Tagebaus Garzweiler ist das vorgeschlagene Projektthema.

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Frank Lohrberg

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Die Idee einer solchen architektonischen Intervention, die direkt am Tagebaurand zwischen Jackerath und Erkelenz angesiedelt sein soll, entspringt dem Wunsch der Gemeinden selbst (der Gemeinde Titz vor allem) und des Zweckverbandes Tagebaufolgelandschaft Garzweiler. Das zu entwerfende Bauwerk soll die letzten Abbauabschnitte sichtbar und erlebbar für die Besucher machen, bevor der epochale Wandel für die Region eintritt: das endgültige Ende des Braunkohleabbaus.

Die Tätigkeit des Braunkohletagebaues im Rheinischen Revier hat in den letzten Monaten durch die Proteste um den Hambacher Wald viel Aufmerksamkeit erhalten. Diese negative mediale Aura um die offenen "Löcher" überschattet leider die Debatte über das landschaftsplanerische Entwicklungspotential nach dem Ende des Tagebaus. Die ursprüngliche Agrarkulturlandschaft wurde seit Jahren durch den Braunkohleabbau stark überformt und bis zur Unkenntlichkeit entstellt. Die Folgelandschaften, als Neuinterpretation und Rekonstruktion der Landschaft nach dem Bergbau, eröffnen neue Möglichkeiten für die Entwicklung dieser Region, der Rheinischen Bördelandschaft.

Der Landschaftsraum des Rheinischen Reviers liegt zwischen der sehr dynamischen Städteregion der Rheinschiene und den angrenzenden Städten Aachen und Mönchengladbach. Hier wird in den kommenden Jahren mit einem progressiven Bevölkerungszuwachs gerechnet (teilweise zu Lasten der benachbarten ländlichen Gebiete). Die nach dem Ende des Tagebaus entstehende künstliche Seenlandschaft des Rheinischen Reviers, wird sich als ideales Erholungsgebiet und neues „grünes Herz“ der Region anbieten.

Bei der Gestaltung des Besucherzentrums am Rande des Tagebaus Garzweiler soll unbedingt der mittel- bis langfristige Landschaftswandel berücksichtigt werden, so dass die Architektur Teil des Prozesses selbst und als erste konkrete Aktion zu einer Art Landmarke in Raum und Zeit werden kann.

Co-Prüferin: Carolin Stapenhorst, Juniorprofessur für Werkzeugkulture

Termine

  • 09.04.19: Seminar - Ortsbesichtigung
  • 07.05.19: Abgabe Seminaristische Vertiefung
  • 14.05.19: I Zwischenkolloqium
  • 04.06.19: II Zwischenkolloqium
  • 25.06.19: III Zwischenkolloqium