Transforming Transylvania

 

Zukunftswerkstatt Movile

Skizze Urheberrecht: G. Habjanic

In einem 10-tägigen transdisziplinären Workshop im siebenbürgischen Dorf Hundertbücheln (rum. ‚Movile‘) setzen sich Studierende analytisch und konzeptionell mit den Austauschprozessen zwischen Landschaft und Dorf auseinander, die in jahrhundertelanger Tradition sowohl die lokale Bauweise, die Struktur der Kulturlandschaft und auch das kulturelle Leben im Dorf bestimmen. Ziel des Workshops ist die Konzeption von Impulsen für eine langfristige landschaftliche und bauliche Entwicklung Moviles sowie die Erhaltung der kulturellen Identität.

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Die Kirchenburgenlandschaft Siebenbürgens ist ein beeindruckendes Beispiel europäischer Kulturlandschaft, die über die Jahrhunderte durch das Zusammenleben der deutschstämmigen Siebenbürger Sachsen mit der rumänischen Bevölkerung und den Roma-Gemeinden geprägt wurde. Die Dörfer im siebenbürgischen Harbachtal mit den Kirchenburgen als prägende Bauten sind Zeugnis dieser Geschichte. Kenntnisse über traditionelle Bautechniken und Materialverwendung sind in dieser Region erhalten geblieben, jedoch in der heutigen Zeit mehr denn je vom Vergessen bedroht.

Sommerkurs 2020

Studierende, lokale Akteure, zivilgesellschaftliche Initiativen und Fachplaner erarbeiten gemeinsam ein Handbuch für die Dorfbewohner. Anschauliche Erklärungen stofflicher, ökologischer und räumlicher Zusammenhänge, Handlungsempfehlungen und Beispielentwürfe sollen die Bürger bei der selbstständigen Umsetzung ihrer Zukunftsstrategien unterstützen. Mithilfe grafisch aufbereiteter, gestalterischer Leitlinien wird dieses Handbuch auf lange Sicht eine qualitätsvolle Entwicklung des Dorfes und seiner Baukultur ermöglichen.

  Transsilvanische Kirchenburg Urheberrecht: Linescapes

Arbeitsschwerpunkte

Die Teilnehmerinnen und -teilnehmer des Workshops setzen sich 10 Tage lang mit den Herausforderungen ihres Themenbereichs auseinander, die das Dorf in naher Zukunft ereilen werden. Hierzu untersuchen und hinterfragen die Studierenden die Funktionsweise und die Stoffströme in den Themen

  • Baustoffgewinnung
  • landwirtschaftliche Produktion und Vermarktung
  • Rohstoffnutzung
  • Wasser- und Abfallwirtschaft
  • Mobilität und Versorgungsstruktur

In einer umfangreichen Analyse ihres Themas im Dorf arbeiten die Studierenden strukturelle Zusammenhänge und Materialbezüge zwischen Dorf, Landschaft und Gesellschaft heraus. Anschließend werden die themenspezifischen Stellschrauben benannt und in Entwicklungs-Szenarien überprüft. Im dritten Teil des Workshops entwerfen die Studierenden Strategien für eine nachhaltige Dorfentwicklung, die Sicherung der Grundversorgung und die langfristige Aufwertung des Lebensalltags.

Alle Arbeitsschritte werden zeichnerisch erarbeitet und in Form einer graphischen Erzählung aufbereitet. Zusammen mit den Dorfbewohnern werden niederschwellige Handlungsempfehlungen konzipiert, die den Bürgern die selbstständige und kostengünstige Umsetzung in Eigenregie ermöglichen ohne die Charakteristik des Dorfbildes zu gefährden. Die erforderlichen Kenntnisse in landschaftlichem, analytischem Zeichnen sowie die Grundmethoden des Storytellings werden vor Ort vermittelt.

An- und Abreise nach Movile erfolgen selbstständig, für Übernachtungs- und Verpflegungskosten fallen (geringe) Kosten an. Alle weiteren Informationen sowie der Ablauf des Seminars werden in einer Infoveranstaltung im LA-Seminarraum (Termin noch unbekannt) besprochen. (Die Teilnahme an der Infoveranstaltung ist auch ohne Zuteilung eines Fixplatzes möglich, freiwerdende Plätze werden anhand der Bewerbungen vergeben.)

Kooperation mit dem Verein Churchfortress e.V. und Linescapes.

 

Bewerbung

mit einem Motivations-Essay zum Thema:
Transform Transylvania – Stellschrauben für das Verhältnis zwischen Mensch und Landschaft.

Erläutern Sie den Einfluss der Kulturlandschaft auf die Dorfstruktur oder den Zusammenhang zwischen menschlichem Handeln und Landschaftsstruktur an einem selbstgewählten Thema. Orientieren Sie sich an einem Dorf Ihrer Wahl und zeigen Sie erste eigene Ansatzpunkte für die langfristige Verbesserung der Wechselwirkungen zwischen Landschaft und Mensch. Lassen Sie Ihrer Phantasie freien Lauf und entwickeln Sie gerne auch überspitze Utopien. Sie müssen nicht im wirtschaftlich-realistischen Kontext bleiben. Das Essay sollte überwiegend grafisch ausgearbeitet sein, der Textteil darf maximal 3000 Zeichen (inklusive Leerzeichen) umfassen.

Voranmeldung? Per Mail an K. Christenn wenden!

 
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Landschaftspanorama zeichnen
 
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Movile aus der Vogelperspektive zeichnen