Rand im Fokus 2

 

Visionen für Zukunftsorte in der Tagebaulandschaft Garzweiler II

Tagebau Garzweiler II bei Jülich Urheberrecht: © LA

Im Masterprojekt „Rand im Fokus 2“ werden über zwei Semester Konzepte für bauliche Eingriffe entlang des "grünen Bandes" am Tagebau Garzweiler II entwickelt und ausgearbeitet. Kernthema des Projekts ist die Verknüpfung von Erholung und produktiver Landschaft und die Entwicklung geeigneter Maßnahmen, Freiräume und Gebäude, die die Entwicklungsmöglichkeiten der Gemeinden an der Tagebaukante ab sofort steigern können.

 

Projektvorstellung

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    Die Ortschaften im Projektgebiet am Rand des aktuell noch aktiven Tagebaus Garzweiler II stehen vor großen Herausforderungen und ihre zukünftige Entwicklung stehen in Fokus. Was geschieht nach der Abkohlung? Wie wird sich die Landschaft rund um das Restloch entwickeln? Die Medien zeigen Bilder einer attraktiven Seenlandschaft, mit diesem Zustand ist allerdings erst im Jahr 2100 zu rechnen. Die Generationen zuvor werden neben dem riesigen Abgrund und seinen raumwirksamen Schutzwällen leben müssen.
    Bereits heute, während die Tagebaukante täglich näher rückt, verändert sich die direkte Umgebung der betroffenen Orte stark. Ziel des Projekts ist, diesen Wandel sichtbar zu machen und Eingriffe zu entwickeln, die schon in naher Zukunft einen positiven Einfluss auf die Entwicklung der Orte an der Tagebaukante und ihrer Anwohner ausüben können.

    Die Studierenden im Masterstudiengang Architektur haben zwei Semester Zeit, sich auf die Entwicklung eines Zukunftsortes im „Grünen Band Garzweiler“, am nördlichen Rand des Tagebaus Garzweiler II, zu konzentrieren und bauliche und freiraumplanerische Eingriffe in enger Beziehung zu der neu entstehenden, postindustriellen Landschaft zu entwerfen. Die Funktion des Zukunftsortes und somit die inhaltlichen Schwerpunkte des Entwurfs werden nicht vorgegeben. Die Studierenden wählen diese auf Basis ihrer Raumanalyse selbst (z.B.:Wissenszentrum, Innovation Campus, Agro Hub…).

    Der Maßstab der Eingriffe wird individuell festgelegt, die ersten beiden Phasen „Status quo + Perspektiven“ und „Visionen + Strategien“ werden jedoch im landschaftlichen Maßstab durchgeführt. Hierzu setzen sich die Studierenden zunächst intensiv mit den bestehenden Planungsansätzen für die Landschaftsrekultivierung und die territoriale Entwicklung (Strukturwandel) Garzweilers auseinander. Ziel des ersten Semesters ist ein Entwurf im städtebaulichen Maßstab.

    Im zweiten Projektsemester wird ein Ausschnitt dieses Entwurfs bis zum Gebäudemaßstab ausgearbeitet. Die architektonische Vertiefung im Sommersemester 2021 wird gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Gebäudelehre und Grundlagen des Entwerfens (Prof. Anne-Julchen Bernhardt) und ggf. mit Unterstützung einer/s externe/n Architekt/in betreut.

    Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit

    • dem Lehrstuhl für Gebäudelehre und Grundlagen des Entwerfens (Prof. Anne-Julchen Bernhardt)
    • verschiedenen Lehrstühlen der Geographie und der Geowissenschaften im Kooperationsprojekt REVIERa
    • dem Zweckverband Landfolge Garzweiler

    durchgeführt. Workshops und Beiträge von externen Referenten sind in Form von Zoom-Videokonferenzen vorgesehen.

    Im Projekt ist eine Mitwirkung an Aktivitäten und Workshops der Transformationsplattform REVIERa möglich. Im Rahmen der fakultätsübergreifenden vernetzten Lehre werden herausragende Studierendenarbeiten RWTH-weit ausgestellt.