*old school

 

geschichten. analog erarbeiten, digital erzählen

50iger Jahre Bild Frauen mit Sonnenschirm Urheberrecht: TUM

Ansprechpartnerin

Telefon

work
+49 241 80 95030

E-Mail

E-Mail
 

*old school

bietet die Gelegenheit klassische Recherchemethoden kennenzulernen und mit modernen Kommunikationsmedien zu verknüpfen. Im Rahmen der biographischen Forschung zum Gartenarchitekten Carl Ludwig Schreiber führen die Teilnehmer des Forschungsmoduls eine analoge Recherche zu einem bisher unerforschten Thema durch und arbeiten eine Geschichte heraus die sie spannend und originell erzählen. Die Teilnehmer lernen, wie sich neue Themenkomplexe ausgehend von einer Geschichte erschließen lassen. Kreativität ist gefragt, wenn es darum geht, eine geeignete Erzählform zu entwickeln und die erarbeiteten Erkenntnisse in Form von Collagen, Raumskizzen und Informationsgrafiken („Data Flow Diagram“) ansprechend zu visualisieren.

Das Schöne daran?

Die Themen rund um Schreibers Oeuvre in den 50er Jahren sind allesamt unerforscht.
Die Recherche der Teilnehmer wird neue Erkenntnisse und Ansatzpunkte für die weitere Forschung liefern und somit neue Bausteinchen in der Schließung der Wissenslücke um das Lebenswerk Schreibers hervorbringen.
Wer Freude am Suchen, Stöbern und Knobeln, an Interpretation und der Erfindung kreativer Darstellungsmöglichkeiten mitbringt, wird großen Gefallen an dieser Detektivarbeit finden.

Teilaufgabe: Recherche

Nach einem kurzen Einblick in die Methoden der Recherche und das Forschungsprojekt „Carl Ludwig Schreiber“ erhalten die Teilnehmer Informationen zu bereits gefundenen Archivalien und einen Abriss des aktuellen Wissensstandes zu ihren Themen. Ausgehend von den vorhandenen Arbeitsmaterialien soll eine selbstständige Recherche durchgeführt werden. Da die ausgegebenen Themen bisher unzureichend erforscht sind, kann die heutzutage gängige Internetrecherche nur wenige Erkenntnisse liefern. Vielversprechend sind hingegen klassische Recherchemethoden in Archiven und Bibliotheken, vergleichende Raumstudien und Gespräche mit Zeitzeugen, Anwohnern, Hobbyhistorikern und Fachleuten. Hier ist Kreativität gefragt, denn die Erfindung einer geeigneten Vorgehensweise ist Teil der Aufgabe. In Gruppenterminen und Einzelbetreuungen wird hierzu Hilfestellung gegeben. Nach einer ersten Sammlung wird eine Forschungsskizze zur Klärung der Vorgehensweise angefertigt. Je nach Thema werden daraufhin Ortsbegehungen, zeichnerische Studien und Vergleiche, Interviews, Literatur- und Archivrecherchen weitere Wissensfragmente über die Werke und Personen zu Tage fördern, die in der zweiten Phase zu einer Geschichte zusammengesetzt werden.

Teilaufgabe: Aufbereitung

Alles ist interessant. In der zweiten Phase werden die Fundstücke sortiert, aufbereitet, interpretiert und in den zeitlichen Kontext eingeordnet um die Historie des Werkes oder der Person zu verstehen.
Je nach Thema werden Interpretationsmethoden und Darstellungsformen erfunden. Beispielsweise ermöglichen zeichnerische Analysen (Formenanalyse, Bewegungs-/Nutzungsanalyse, Funktions-Schema, Skizzen von Charakteristika) den Vergleich zeitgenössischer Werke und liefern Erkenntnisse über die Entstehungsgeschichte; mit Hilfe von Informationsgrafiken („Data Flow Diagram“) können komplexe Zusammenhänge visualisiert werden.
In welchem Kontext ist das Werk entstanden? Wie wurde es genutzt? Was war zur damaligen Zeit wichtig? Welche Themen waren aktuell? Welche Ereignisse und Bedürfnisse beeinflussten die gestalterischen Entscheidungen? Im Anschluss soll eine Storyline ausgearbeitet, grafisch aufbereitet und auf ansprechende Art und Weise in Form einer Broschüre (und ggf. in einem Video) umgesetzt werden. Wissenslücken im Erzählstrang werden dabei nach Möglichkeit geschlossen oder deutlich gekennzeichnet, Querverweise und Anknüpfungspunkte für weitere Arbeiten benannt.

Abgabeleistung

Broschüre: Darstellung der erarbeiteten Geschichte, Visualisierung von Erkenntnissen und historischen Zusammenhängen in Form von Zeichnungen, Perspektiven, Collagen unter Verwendung von Archivalien und selbst erarbeiteten Materialien, ordentliche Zitierweise

Dokumentation der Recherche: Vorgehensskizze, Auflistung der Fundstücke und Archive, Ansprechpartner, interessante Personen, Gesprächsprotokolle, Literaturverzeichnis, Linksammlung, Bildersammlung mit Quellenangaben

Optional kann die Geschichte als Video aufbereitet und abgegeben werden. Hierzu wird Betreuung angeboten.

Einführungsveranstaltung

Donnerstag, Donnerstag, 17.10.2019, 14 Uhr im Seminarraum des Lehrstuhls für Landschaftsarchitektur, Jakobstraße 2.