Xylaprint Zirkularität im Additive Manufacturing

  Xylaprint Urheberrecht: © Visualisierung Federico Garrido

Der voranschreitende Klimawandel stellt gerade die Architektur schon in naher Zukunft vor gewaltige Herausforderungen. Zur Reduzierung von CO2-Emissionen und als Beitrag zum Klimaschutz nehmen wir die Potenziale nachhaltiger Prozesse und Materialien im Additive Manufacturing in den Blick[1]. Wie können schnell nachwachsende Rohstoffe für unsere gebaute Umwelt so genutzt werden, dass sie nach ihrer Nutzungsdauer wieder bedenkenlos in den natürlichen Stoffkreislauf zurückgeführt werden können?  

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Hierzu arbeiten wir in dem Projekt Xylaprint an einem Design-to-Fabrication Prozess, um Holzmasse großformatig im 3D-Druck nutzen zu können. Das gelingt immer besser. Umso drängender ist die Frage, wie nachhaltig dieses neu entwickelte Verfahren und insbesondere das Material tatsächlich sind. Hierzu gibt es noch kaum wissenschaftlichen Erkenntnisse.

Und darum geht es in diesem Forschungsfeld. In kleinen Teams begeben Sie sich auf die Suche nach entsprechenden antworten. Es muss recherchiert werden, um ein Experiment zu planen, vorzubereiten und durchzuführen. Mit der Auswertung kann dann ein Grundstein für zukünftige Forschung gelegt werden. Theoretisches aber auch praktisches, handwerkliches Können ist gefragt. Es wird geforscht, experimentiert, gebaut und erprobt: z.B. Wie lange braucht es, damit das Material in einem Komposter abgebaut wird? Kann es als Bodensubstrat verwendet werden? Oder gar wieder in den Produktionskreislauf überführt und verdruckt werden? Wie lange hält es einer Verwitterung stand?, und kann man durch geschicktes Design etwas verändern?

Das Projekt: Xyla Print erforscht, wie der nachwachsende Rohstoff Holz für das 3D Druckverfahren verfügbar gemacht werden kann. Ziel ist die Entwicklung und Optimierung von Design-to-Fabrication Prozessen im Additive Manufacturing. Ein weiteres Ziel ist die Entwicklung neuartiger Druckpasten, um eine zu 100 % nachhaltige Substanz auf der Grundlage erneuerbarer, natürlicher Faser- und Holzkomponenten zu erhalten. Diese Pasten dienen der Herstellung von z.B. modularen Bauelementen und können am Ende ihres Lebenszyklus in kompostierbares Material umgewandelt werden. Schließlich soll ein kompletter Herstellungsprozess entwickelt werden, von der Gewinnung der Rohstoffe über die Verarbeitung zu einer Paste, die Gestaltungsidee, bis hin zum Druckverfahren und den Aushärtungsprozess als ganzheitliches System.

Erstveranstaltung: 20.10.23, 10 – 13.00

Prüfungstermin: 2.2.2024